Seminar für Einbandkunde Weimar, 06./07. März 2026

Was wäre das Buch ohne einen Einband? Welche Materialien wurden und werden verwandt? Welche Moden in der Einbandgestaltung gab es im Laufe der Jahrhunderte? All diesen Fragen widmete sich ein weiteres Seminar
der Maximilian-Gesellschaft.

alle hier gezeigten Einband-Beispiele aus unterschiedlichen Epochen, stammen aus zwei Sammlungen von Mitgliedern der Maximilian Gesellschaft.

Begrüßt wurden die Teilnehmen gleich zu Beginn von Herrn Dr. Laube, dem Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Im Rahmen einer Führung wurden anschließend der Rokokosaal, die Vulpius-Galerie und der Bücherturm besichtigt.
Zu Beginn des Seminars gab der Buchbinder und Restaurator der HAAB, Matthias Hageböck, einen Überblick über die Geschichte des Bucheinbandes. Das Augenmerk lag dabei auf Material, Technik und Gestaltung von der Gotik bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Im Anschluss referierte Herr Hageböck zu dem spannenden Thema der Einbandfälschungen, sowie den Buchbindern und Einbänden der Weimarer Klassik, mit Schwerpunkt auf der Bibliothek Goethes.

Am 2. Tag gab es eine Einführung in die „Techniken der Dekoration am Bucheinband anhand historischer Originale, von der Inkunabel bis zum Franzband“, durch die Buchbinderin und Referentin Frau Simone Püttmann. Die Teilnehmenden nutzten auch die Möglichkeit der praktischen Umsetzung mit teils historischen Werkzeugen. Der Workshop gab zudem einen Überblick über die einzelnen Techniken der Blindprägung und der Vergoldung mit Messingwerkzeugen wie Streicheisen, Rollen, Stempeln und Fileten, sowie die unterschiedliche Eignung der Materialien Leder und Pergament. 

Nähere Informationen zum Seminar finden Sie hier.